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„Jan und seine Kamera“: Ein Amateurfotograf berichtet von seinen Erfahrungen und testet alte Analolgobjektive

In Sachen Fotografie bin ich eine Art latecomer. Lange Zeit haben mich Fotos einfach nicht gereizt und dementsprechend auch nicht interessiert. Als ich Anfang 2010 dann einen Monat durch Südostasien gereist bin, habe ich mir eine Kompaktkamera gekauft, um meine Reiseerinnerungen festzuhalten. Als ich dann zurück war und die Fotos durchgegangen bin, war ich total enttäuscht. Kaum eines der Fotos gefiel mir, meine Eindrücke waren in den Fotos nicht festgehalten. Zwar waren die Dinge abgelichtet, die ich gesehen hatte, aber sie kamen einfach nicht richtig rüber, das Feeling wurde nicht wiedergegeben. Dies war das erste Mal, dass mir bewusst wurde, dass Fotografieren mehr ist als abdrücken und draufhalten. Zunächst demotivierte mich dies, weitere fotografische Versuche zu unternehmen, aber irgendwie ließ mich die Sache nicht los. Immer wieder reizte mich der Gedanke eine „richtige“ Kamera zu kaufen, aber DSRLs (besonders direkt mit Teleobjektiv) sprengten einfach mein damaliges (Studenten-)Budget. Meine Versuche eine Kamera günstig bei eBay zu bekommen scheiterten ebenfalls. Irgendwann saß ich dann nachts betrunken am PC und ersteigerte mir eine Olympus Pen E-PM1 mit Zuiko 14 – 150mm Objektiv, obwohl ich sie mir eigentlich nicht leisten konnte. Meine ersten Bilder waren kaum besser als die mit der Kompaktkamera, aber ich begann mich mit Blende, Schärfentiefe, Bildgestaltung etc. auseinanderzusetzen und lernte Stück für Stück aus meinen Fehlern. Die PM-1 hatte dann schnell aufgrund zu weniger Bedienelemente ausgedient und ich lernte auch, dass ein Superzoom Objektiv nicht unbedingt die beste Wahl ist. Aber diese Kamera hat es geschafft mich „anzufixen“. Inzwischen verbringe ich mehr Zeit mit Fotografie, Kameras und Objektiven, als ich es mir erlauben kann, und noch immer lerne ich jeden Tag dazu. Zu der Begeisterung für Fotos ist auch noch die für Kameras und Objektive hinzugekommen. Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen derzeit ist es, alte analoge Objektive zu adaptieren und sie an meiner Digitalkamera zu testen.

In diesem Blog werde ich nicht nur von der „Hardware“ berichten, die ich in die Finger bekommen, sondern möchte auch andere auf dem steinigen, aber spannenden Weg in die Kunst der Fotografie begleiten, indem ich von meine Erfahrungen und Fehlern berichte.

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4 Gedanken zu „Über die Seite

  1. Schick gemachte Seite! Und schön, dass du auf überflüssiges Brimborium verzichtest! Jetzt fehlen nur noch mehr Inhalte 😉

    1. Danke für das Lob! Die Inhalte kommen demnächst, ich habe hier einen Haufen alter Objektive liegen, die vorstellen möchte.

  2. Hallo Jan!
    Bin durch Zufall auf deine Seite gestoßen. Mich würde deine Meinung interessieren.
    Ich fotografiere die letzten Jahre mit einer Canon 5 Mark 2. Über die Qualität der Kamera
    und Bilder brauchen wir glaube ich nicht zu diskutieren. Auf meinen großen Reisen sind mir tolle Aufnahmen gelungen. Mittlerweile bin ich 69 , trotzdem immer noch mit viel Begeisterung in der Natur unterwegs. ( Neben Portraits aus allen Herrn Länder ist die Natur die mich fotografisch am meisten interessiert ) An und für sich, ist das Gewicht der Ausrüstung kein allzu großes Problem für mich. Nur am Berg, beim klettern oder auf einer Schitour ist es dann schon etwas umständlich. Auf meinen Trekkingtouren habe ich meine Kamera den ganzen Tag offen über meine Schultern hängen. Das funktioniert aber nur bei leichten Bergtouren.
    Jetzt bin ich das erste mal in meinem fotografischen Leben auf Kompaktcameras gestoßen. ( Hat mich bisher nicht interessiert ) Kürzlich hatte ich eine Sony 100 3 in der Hand. Wurde mir als tolle Kamera empfohlen. Die ist mir aber eindeutig zu klein um damit problemlos zu arbeiten. Wesentlich besser liegt da schon die Sony 6000 in der Hand. Wenn, dann kauf ich mir das 16 – 70 dazu.
    Jetzt, langer Rede kurzer Sinn. Auf wieviel Qualität muß ich mit der Sony gegenüber der Canon verzichten. ?
    Da du sicher kein Interesse hast mir etwas zu verkaufen, würde mich deine neutrale, fachmännische Meinung dazu sehr interessieren.
    Vielen Dank für deine Mühe.
    Mit freundlichen Grüßen
    Steiner Franz
    Tirol

    1. Hallo Franz,

      Die kurze Antwort ist, da die Canon 5D MK2 ja schon etwas älter ist, wirst du bei einem Wechsel auf eine spiegellose Kamera keinen Unterschied in der Bildqualität merken. Ein Wechsel auf eine spiegellose Kamera lohnt sich bei dem von dir beschriebenen Einsatzzweck auch definitiv.
      Wie so oft liegt der Teufel aber im Detail:
      Darf ich fragen, welche Objektive du an der Canon bis jetzt so benutzt? Wichtiger für die Bildqualität als die Kamera sind eigentlich die Objektive und da ist Sony leider nicht so gut aufgestellt. (Es sei denn du nimmst auch Kleinbildobjektive dazu, dann ist der Gewichtsvorteil aber praktisch weg.) Das ist der Grund warum ich Micro Four Thirds (Olympus und Panasonic) und nicht E-Mount (Sony) benutze.
      Hinzu kommt, dass die A6000 keinen Schutz gegen Staub, Spritzwasser und Frost hat. Wenn du von Berg- und Skitouren schreibst, scheint mir das auch ein Faktor zu sein.
      Mein Vorschlag deshalb: Schau dir mal die Olympus OM-D E-M1 mit dem M.Zuiko 12-40mm F/2.8 an. Diese ist nochmal komfortabler in der Bedienung als die A6000 und bietet dir einen Spritzwasserschutz, Staubschutz und ist Frostsicher bis -10 Grad. In der Praxis wirst du keinen großen Unterschied zur Canon merken. Die Kamera ist deutlich besser als die Sony RX100III. Den Unterschied in der Sensorgröße zur A6000 macht die höhere Lichtstärke des Objektivs weg. Außerdem gibt es auch sehr gute Ultraweitwinkel und Portraitobjektive. Insgesamt ist die Objektivauswahl deutlich besser als bei Sony, da du nicht nur Olympus, sondern auch Panasonic Objektive anschließen kannst.

      Du kannst dich gerne nochmal mit Rückfragen melden!

      Grüße,
      Jan

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